Vom Osterzgebirge in die Sächsische Schweiz: Ehepaar lädt zur 100-km-Wanderung

von Heike Sabel in einem Beitrag der Sächsischen Zeitung

Wenn Annette und Volkmar Reck die Wandersachen packen, geht es immer öfter über hundert Kilometer. Die beiden organisieren eine weitere Mega-Wanderung über 100 Kilometer. Auch wer eine kleinere Distanz laufen will, ist am 20. Juni zur Dohnaer Sonnenwendtour willkommen. Was am Anfang oft unmachbar scheint, schaffen immer mehr.

Röhrsdorf. Wandern ist nicht gleich Wandern. Für manche sind zehn Kilometer schon viel, andere laufen locker 20 Kilometer am Tag. Einige vielleicht auch mehr. Hundert Kilometer die wenigsten. Und doch werden die Langstreckenwanderer immer mehr. Die Recks aus Röhrsdorf bei Dohna gehören zu ihnen.

Sie laufen die langen und längsten Touren schon eine Weile. Jetzt organisieren sie die vierte Dohnaer Sonnenwendwanderung über hundert Kilometer. Das Motto: „Lange Tage für lange Touren.“ Es spielt auf den 20. Juni als längsten Tag des Jahres an. 

Über den Geising-Berg und die Festung Königstein

Vom Gemeindehaus in Röhrsdorf geht es über die traditionellen 100 Kilometer vom Osterzgebirge in die Sächsische Schweiz. Höhepunkte der Tour sind der Geising-Berg, der Oelsen-Grund und die Festung Königstein. Unterwegs gibt es Verpflegungspunkte. 

Anmeldungen sind noch bis zum 15. Juni möglich. Die Zahl der Startplätze ist begrenzt. Auch Aktive, die eine Teilstrecke über 30, 50 oder 70 Kilometer wandern wollen, können teilnehmen.

Ab Kilometer 80 wird nicht mehr aufgegeben

„Wandern kann mehr sein als die Bewegung an der frischen Luft – es ist eine gemeinsame sportliche Zeit, die verbindet", sagen Annette und Volkmar Reck. „Lernt neue Perspektiven der Herausforderung Weitwandern kennen. Das alles ist für jeden Sportler ein echtes Abenteuer – Schritt für Schritt." Und wer einmal eine solche Strecke gemeistert hat, gibt sich nicht mehr mit kleinen Touren zufrieden – höchstens als Training. Die Recks sind das beste Beispiel dafür.

Seit 2024 organisieren sie auch eine Tour zwischen Weihnachten und Neujahr. Hier lautet das Motto: „Die Gans muss weg.“ Untrainiert sollte man nicht auf die hundert Kilometer gehen, raten sie. Aber das mache auch keiner. Das lange Wandern gliedert sich Recks zufolge in drei Etappen. „Am Start erscheint es unmöglich, zur Abendverpflegung machbar, ab Kilometer 80 wird nicht mehr aufgegeben. Dann ist es nur noch Kopfsache. Und im Ziel dann die Freude: Ich habe es geschafft.“ Das können auch diesmal hoffentlich wieder viele Begeisterte sagen.