
Am 20.06.2026 war es wieder soweit. Erstmals haben wir mit dem Termin den Sonnenwendtag genau getroffen.
Anmeldezahl und Vorbereitung sprachen für eine gelingende Unternehmung. Dagegen arbeitete die Wetterprognose: Hohe Temperaturen waren vorhergesagt, auch eine Gewitterwahrscheinlichkeit bestand. Beides ist nicht eingetreten. Aus der vorhergesagten Wärme wurde eine „Affenhitze“ und die Gewitter lösten sich entlang unserer Wanderroute auf.
Den ersten Gegenspieler der Unternehmung bekamen wir mit zusätzlichen Trinkpausen und gegenseitigen Tipps zur Kühlung in den Griff. Am ersten Höhepunkt der Wanderung, der Gipfelbesteigung zum 824 m hohen Geisingberg, wurde den Sportlern alles abverlangt. Als Entschädigung gab es eine prima Versorgung vom Hüttenteam.
Trotzdem kam für den Veranstalter und für die Teilnehmer die Frage auf: Abbrechen oder wie geplant weitermachen? Die Pause wurde ein wenig ausgedehnt und weiter ging es.
Auch die nächsten Passagen bis in den Oelsengrund waren nicht ganz einfach, ging es doch oft durch offene Landschaften. Die boten zwar tolle Aussichten, aber auch keinen Schutz vor der immer noch sengenden Sonne.
Endlich im kühleren Oelsengrund angekommen, warteten jede Menge Stechviecher auf uns. Die Abwehr konnte auch nicht die in der Zwischenzeit vorhandene Salzkruste auf uns übernehmen.
Unsere Abendstation in Bad Gottleuba erreichten wir, unglaublich, im vorgesehenen Zeitplan. Essen schmeckte und Getränke zum Durstlöschen und Auffüllen der Vorräte gab es reichlich.
In den Teil der Nachtstrecke ging es dann, nach verlängerter Pause, nur noch mit einem reduzierten Starterfeld. Die Hitze zollte ihren Tribut.
Auf bekannter Strecke ging es über Bahra und Bielathal in Richtung Königstein. Die dortige Modifikation der Strecke tat der Wanderung gut. Die erste Nachtstation war erreicht. Schon hier: besten Dank an unser kleines Versorgungsteam.
Langsam wurden die Temperaturen erträglicher, ja eigentlich richtig angenehm. Weiter ging es über Kilometer 80, ab wo ein Ausstieg ausgeschlossen ist, zur zweiten Nachtstation in Pirna. Das Ziel kam näher.
Auf zu einer letzten, 12 km langen Etappe. Zwischen 7:30 und 8:00 Uhr trafen alle verbleibenden Teilnehmer im Ziel ein.
Was bleibt im Kopf? Ein nicht ganz normaler Hitzehunderter 2026 in Röhrsdorf.